Die Entstehungsgeschichte des Kindergartens Schwarzau


Das Gebäude in dem sich der Kindergarten Schwarzau/Stfd. befindet, wurde in den Jahren 1896 bis 1898 auf der Ihrer königlichen Hoheit der Frau Herzogin Parma eigentümlichen Grundparzelle Nr. 491/2 erbaut.
Das Gebäude wurde bestehend aus Parterre und einem Stockwerk erbaut.
Und zwar: im Parterre aus 3 Zimmern, 1 Kabinett, WC, Gang und Stiege. Im ersten Stock
2 Zimmer, 3 Kabinett, 1 Vorzimmer und Küche, Abort, Gang und Stiege. Die Stiegen wurden aus Steinstufen, der Dachboden mit Ziegel gepflastert und das Dach mit Ziegeln zugedeckt.  Der Keller wird auf Traversen eingewölbt. Alle übrigen Räume zu ebener Erde und 1. Stock erhielten Steinböden.
Im Jahre 1898 wurde noch eine Waschküche samt Holzlager-Gebäude zugebaut.
Im Juni 1898 wurde dem Asylhaus die Benützungsbewilligung erteilt.
 
Am 08. Juli 1927 wurde die Liegenschaft dem Orden der Schwestern vom göttlichen Heiland (Salvatorianerinnen) per Vertrag geschenkt mit der Auflage, dass diese Liegenschaft weiterhin als Kindergarten Verwendung zu finden hat und dass ein Ordensmitglied (Schwester), und zwar eine geprüfte Kindergärtnerin, diesen Kindergarten zu betreuen hat und dass eine Schwester des Ordens der Schwestern vom göttlichen Heiland die Hauskrankenpflege des Pfarrsprengels Schwarzau am Steinfeld, insbesondere die unentgeltliche Pflege armer Kranker, zu besorgen hat. 
 
Der Kindergarten wurde von 1928 bis 1938 als Landeskindergarten  unter geistlicher Führung betrieben.
 
Im Jahre 1938 wurde der Landeskindergartenbetrieb an eine private Kindergärtnerin übergeben. Dieselbe war Mitglied der NSDAP.
 
Am 01. November 1940 wurde ein Leihvertrag zwischen der Gemeinde Schwarzau
und der NS.-Volkswohlfahrt e.D. Berlin, vertreten durch den Vorsitzenden für Zwecke der Gauverwaltung Niederdonau, zur Benutzung durch NSV-Ortswaltung Schwarzau am Steinfeld, Kreis Neunkirchen abgeschlossen. Zweck der Nutzung - NSV-Kindertagesstätte.
 
Am 02.10.1945 hat der provisorische Landesausschuss beschlossen, die am 13. März 1938 bestandenen NÖ-Kindergärten im Rahmen der vorhandenen Mittel als solche wieder zu eröffnen. Der Kindergarten Schwarzau am Steinfeld wurde am 11.09.1945 wieder als Landeskindergarten unter der Leitung von Schwester Bader und Schwester Piecla als Wärterin eröffnet.
Im Jahre 1946 werden 27 Knaben und 22 Mädchen betreut.
 
Ebenfalls im Jahre 1946 wurde ein Landeskindergartenkomitee gegründet. Mit 01. Juli 1964 erlischt die Kompetenz der Lokalkomitees. Die Geschäftsführung wird der örtlich zuständigen Gemeinde übertragen.
 
1964 werden am bestehenden Dachboden 4 Zimmer ausgebaut. Nach den Bestimmungen des neuen Kindergartengesetzes, das mit 01.Juli 1964 in Kraft tritt, obliegt die Beistellung von Kinderwärterinnen nicht mehr dem Land Niederösterreich, sondern der Gemeinde als gesetzlichem Kindergartenerhalter. Es besuchen 44 Kinder den Kindergarten, davon 19 aus Schwarzau, 5 aus Breitenau und 4 aus Lanzenkirchen.
 
1965 scheidet Schwester Bader Anna (Magdala) als Leiterin des Kindergartens aus.
Neue Leiterin wird Schwester Kammerlander Theresia (Consolata).
 
Am 16.01.1967 wurde ein Privatkindergarten in der Frauenstrafvollzugsanstalt Schwarzau/Stfd. eröffnet.
 
Am 15.09.1969 übernimmt Schwester Aloisia die Leitung des Kindergartens.
 
Mit Wirkung 01. August 1971 wird Schwester Aloisia vom Orden der Schwestern vom göttlichen Heiland (Salvatorianerinnen) zurückgezogen und keine Kindergartenleiterin vom Orden mehr zur Verfügung gestellt.
 
Am 06.09.1971 wird Fr. Monika Heider mit der Leitung des Kindergartens betraut.
 
Am 06.11.1972 wurde neue Leiterin Fr. Angelika Korinek.
 
Am 11.09.1973 neue Leiterin Fr. Anna Pinkl.
 
Am 01.09.1975 wird Fr. Heidemarie Groß mit der Leitung des Kindergartens betraut.
 
Am 01. Oktober 1983 wird ein Mietvertrag zwischen dem Orden (Vermieter) und der Gemeinde Schwarzau am Steinfeld (Mieter) abgeschlossen.
 
1984 wird der Kindergarten wie beschrieben umgebaut:
Ein neuer Windfang wird errichtet. Im Sanitärraum werden neben einem Erwachsenen-WC, 3 Kinder-WC-Zellen sowie 3 Kinderwaschbecken angeordnet. Die beiden großen Zimmer werden als Gruppenraum I und II ausgestattet, eine Kanzlei ist ebenfalls vorgesehen. Im 1. Stock wird das links vom Aufgang liegende Zimmer wird unter Miteinbeziehung des Kabinettes ein Bewegungsraum. Die Beheizung erfolgt mittels Elektroradiatoren. Es werden 2 Kinder-WC, 2 Kinderwaschbecken und 1 Duschkabine installiert. Die ehemalige Schwesternkapelle wird der Gruppenraum III. Die Schwesternküche wird in eine moderne Kindergartenküche mit Mittagessplätzen für Kinder neu gestaltet.
Sämtliche Fenster und die Eingangstüre werden entfernt und durch neue ersetzt.
Die Fassade wird ausgebessert und mit Redisfarbe gestrichen.
 
Die feierliche Eröffnung des in neuem Glanz erstrahlenden Kindergartens fand am 06.10.1984 statt.  
Im Jahre 1984 wird der Kindergarten zweigruppig mit 40 Kindern betrieben.
Ab dem Kindergartenjahr 1992/93 wird der Kindergarten dreigruppig geführt.
Im Kindergartenjahr 1994/95 wurde eine provisorische 4. Gruppe, begrenzt auf ein Jahr, im Bewegungsraum eingerichtet.
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Im Juni, Juli und August 1997 wird nun im 3gruppigen Haus eine neue Gasheizung (vorher bis 1984 Koksheizung, bis 1997 Elektroheizung) installiert, sämtliche Innenflächen neu tapeziert und ausgemalt, der Dachboden wärmegedämmt, ein neuer Zaun errichtet.